Die Maschenprobe

Es gibt wohl keine Strickerin die gern eine Maschenprobe macht. Aber es nützt nichts, Sie kommen nicht drumherum, wenn Ihr Pullover, Ihre Jacke oder jedes andere Strickstück nach der Fertigstellung sitzen soll. Voraussetzung ist, dass Sie die glei­che Wolle und die gleiche Nadelstär­ke wählen, sowie das Muster arbeit­en, das Sie später stricken wollen. Schlagen Sie 30 Maschen an, bei dic­ken Wollen reichen 24 Maschen, und stricken Sie ca. 10cm hoch; dann ab­ketten. Das Probestück darf nicht zu klein sein da die Maschen in der Nähe der Randmaschen erfahrungs­gemäss unterschiedlich ausfallen. Vor dem Vermessen spannen Sie Ihre Maschenprobe besprühen diese mit Wasser, so dass sie feucht wird, und lassen sie trocknen.

Benutzen Sie zum Messen kein Maßband, sondern wählen Sie einen Zählrahmen oder ein Winkeldreieck. Beides liegt fest auf Ihrem Probe­stück. Messen Sie in der Mitte, rei­hengerade in der breite und in der Höhe. Sie verringern so die Gefahr der Ungenauigkeit. Zählen Sie die Maschen und Reihen für 5 cm aus und übersehen Sie bitte keine halben Maschen, die beim Umrechnen für das ganze Strickstück wichtig sind. Haben Sie schon einmal probiert. beim Zählen der Reihen die links­gestrickte Seite zu benutzen? Sie werden feststellen, dass sich Reihen auf dieser Seite leichter zählen las­sen. Nachdem Sie aufgrund Ihrer Ma­schenprobe die Reihen in der Höhe und die Maschen in der Breite errech­net haben, vergleichen Sie diese Zahlen mit der in der Anleitung ange­gebenen Maschenprobe. Beachten Sie bitte, dass die Zahlen auf 10 cm umzurechnen sind. Stimmt lhre Probe mit der in der Anleitung angegebe­nen nicht überein, müssen Sie die Nadelstärke wechseln. Haben Sie mehr Maschen und Reihen, wählen Sie eine dickere Nadel, bei weniger Maschen eine dünnere Nadel.

Vergessen Sie auf gar keinen Fall, Ihr Strickstück zu Beginn des ersten Armausschnitts noch einmal nachzumessen. Es hat sich leider in der Praxis immer wieder herausgestellt, dass sehr oft größere Stücke anders gestrickt werden als die Maschenproben. Die Maschenumrechnungstabelle hilft Ihnen beim Ausrechnen der rich­tigen Maschenzahl.

Beispiel: Sie haben für die Maschen­probe ein Stück hergestellt, das auf 5cm Breite I4 Maschen aufweist. Su­chen Sie in der Tabelle bei 14 Ma­schen = 5 cm in der gleichen Reihe nach ihren Massen. Bei 48 cm wären es 134 Maschen. Auch bei Patentgestricktem müssen Sie eine Maschenprobe stricken. Messen Sie Patentmuster immer leicht gedehnt, damit ihr Pullover nicht zu weit wird.

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